Wir beginnen den Tag gemütlich mit frisch gebackenem Baguette und Kaffee, während sich um uns herum bereits die ersten Womos verabschieden und auf die Fahrt zum Hafen begeben. Wir lassen uns aber Zeit, da wir planen erst die 15 Uhr-Fähre zu nehmen. (Das heißt, wir müssen um 14 Uhr am Hafen sein; deutsch-pünktlich 13:30 Uhr)
Die Suche nach einer Tankstelle mit Gaszapfsäule ist erfolgreich und wir können unseren Tank füllen. Umgekehrt klappt es leider nicht. Die  Entsorgungsstation für Womo-Grauwasser existiert nur noch auf zahlreichen Werbeplakaten, nicht jedoch an den angepeilten Koordinaten. Also beschließen wir – statt lange nach Alternativen zu suchen – die Brühe mit auf die Fähre zu nehmen und an einer dafür vorgesehenen Stelle in Marokko zu entsorgen.
Am Hafen kommen wir natürlich zu früh an, so dass wir einige Zeit „absitzen“ müssen. Das Einfahren in die Fähre ist dann aufregend. Insbesondere weil wir gespannt sind, ob wir mit dem Womo reinkommen, ohne den Heckträger schmerzhaft auf der Rampe aufzusetzen. Aber es geht gut. Wir hören zwar ein Knirschen, aber es scheint nicht von unserem Fahrzeug zu kommen. Auf der Fähre fahren wir dann in eine Wendeschleife, um uns direkt in Ausfahrtrichtung in eine lange lange Reihe von völlig überladenen Autos und Kleinbussen einzureihen.
Die Überfahrt selbst beginnt zwar verspätet und dauert etwas länger als gedacht, verläuft aber ansonsten unspektakulär. Die Einreiseformalitäten (Passkontrolle und Visum-Stempel) erfolgen bereits an Bord, so dass man hier etwas Zeit spart.
Aufwändiger ist dann schon die „temporäre Einführung eines extern registrierten Kraftfahrzeuges“ inkl. des zweirädrigen Huckepacks beim marokkanischen Zoll.
Offensichtlich besteht große Sorge, dass Fahrzeuge im Land verbleiben könnten. Jedenfalls wird feinsäuberlich registriert, welche Fahrgestellnummern von welchem Halter mitgebracht werden. Diese sind dann in spätestens 3 Monaten wieder auszuführen, um einem schmerzhaften Strafzoll zu entgehen.
Aber wir haben trotzdem Glück und kommen mit der gut halbstündigen Prozedur durch. Wir sehen zahlreiche andere Fahrzeuge (auch Womos) die danach nochmal an den Rand dirigiert werden, damit sich ein Zöllner zusammen mit Zoll-Hund die komplette Fracht genauer ansehen kann.
Der Plan, bei Tageslicht am Campingplatz anzukommen, hat sich schon lange zerschlagen. Es dämmert bereits, als wir die Hafenanlage endgültig verlassen und es liegt noch eine gute Stunde Fahrt vor uns.
Aber auch im Dunkeln schaffen wir es zum Camping Achakar in der Nähe der sogenannten Herkules-Grotten.
Von hier aus beginnen wir nun unsere Reise durch Marokko.