Die Nacht über regnet es nur leicht in Tiznit. Kein Unwetter oder Gewitter stört den Schlaf. Trotzdem ist es mit Ruhe schon geschätzt gegen fünf oder halb sechs vorbei, weil die Muezzine zweier Moscheen zum Gebet rufen. Ihre Rufe gelten zwar nicht uns, aber es fühlt sich an, als würden die beiden direkt links und rechts vom Campingplatz ein Megaphon auf die Womos richten.

Trotzdem machen wir uns dann später gut ausgeruht auf den Weg. Die Route nach Tafraoute führt über eine recht ordentliche Regionalstraße durch bergiges Gelände im Anti-Atlas. Leider beginnt es zu regnen und als wir höher kommen verschwindet der anfangs fulminante Ausblick in einem Wolken- und Nebelgemisch.
Als wir dann in Tafraoute ankommen hat es schon wieder etwas aufgeklart und die Straßen und Wege sind trocken.
Statt in einem der ummauerten Campingplätze zu stehen, bevorzugen wir vorerst die freie Fläche vor den Toren der Stadt. Hier stehen großzügig verteilt ohnehin mehr Wohnmobile, als in den Plätzen. Und für 10 Dirham gibt es auch noch eine „Platzwache“.
Erst zwei Tage später ziehen wir in den Campingplatz Granit Rose um, zur einfachen Entleerung und Befüllung unserer Tanks.

Rund um Tafraoute lassen sich eindrucksvolle Ausflüge unternehmen. Egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad/Roller oder mit einem Allrad-Fahrzeug inkl. Fahrer.