Wir fahren weiter auf der N10. Nahe Ouarzazate passieren wir die Zufahrt zum Werksgelände Noor 1, einem Teil des riesigen Sonnenwärmekraftwerks, das eigentlich im Dezember eröffnet werden sollte und das Größte sein Art weltweit sein wird.
Die Stadt Ouarzazate selbst wirkt einladend. Leider können wir in den paar Wochen hier aber nicht jeden Ort ausgiebig besuchen. Wir müssen uns noch einige Ecken für die nächsten Fahrten nach Marokko aufheben. 🙂
Unser Ziel heißt heute Aït-Ben-Haddou. Das ist ein kleiner Ort weiter nordwestlich, nicht weit entfernt von der Strecke nach Marrakech.
Der sehenswerte Teil von Aït-Ben-Haddou ist das alte Ksar, das zwar mittlerweile nicht mehr bewohnt wird, aber von der UNESCO zum Weltkulturerbe gewählt wurde. Dieser Umstand unterstützt sicher die Erhaltungsmaßnahmen für die vom Verfall bedrohten Lehmbauten; andererseits beflügelt er natürlich auch den Massentourismus, durch den Tag für Tag zig Busse voll mit Tagesausflüglern in die Ruinen geführt werden.
Des Weiteren interessant ist, das Aït-Ben-Haddou schon vielfach als (orientalische) Kulisse für Kinofilme gedient hat: Gladiator, Die Mumie, Prince of Persia und Games of Thrones sind einige der jüngeren Titel, die man kennt. Einige der Gebäude, die sich recht unauffällig ins Ortbild einfügen, sind wohl im Rahmen von derartigen Dreharbeiten erst entstanden und wurden im Anschluss nicht wieder zurückgebaut.
Wir stehen mit dem Wohnmobil im Hof der Kasbah du Jardin, einem netten Hotel mit ein paar Stellplätzen und genießen abends mal wieder eine Tajine Kefta. Dieses einfache aber leckere Gericht hat sich mittlerweile zu unserem Lieblingsessen entwickelt.