Helsinki, Finnland

Als letzte Station unseres relativ kurzen Aufenthalts in Finnland wählen wir für die nächsten drei Tage Helsinki. Die Fähre nach Estland ist bereits gebucht und wir wollen bis dahin noch ein paar Ecken von Helsinki erkunden, die wir noch nicht kennen. Vor einigen Jahren waren wir schon mal in Rahmen einer AIDA Kreuzfahrt hier.
Unser Campingplatz (Rastila Camping) liegt sehr nahe an einer Metrostation und so kommen wir in knapp 20 Minuten auch schon in die Innenstadt.
Bei unserem letzten Besuch hatten wir eine Tour mit dem Roten Bus unternommen, um in der Kürze des Aufenthalts einen kleinen Überblick zu bekommen. Das braucht es diesmal nicht. Heute besuchen wir den Kauppatori Markt und die Alte Markthalle nebenan. Denn wie so häufig müssen wir erst mal den kleinen Hunger stillen.
Den Rest dieses Tages verbringen wir dann bei Timo, einem alten Schulkameraden von Axel. Timo wohnt seit 8 Jahren mit seiner Familie hier in Helsinki und hat uns netterweise auf Kaffee, Kuchen und Abendessen zu sich nach Hause eingeladen.
Wir haben einen sehr schönen Nachmittag im Garten. Und zum krönenden Abschluss kommen wir sogar noch in den Genuss eines Saunabesuchs. (In einer original finnischen, mit Holz befeuerten, Sauna.) Ein wirklich toller Tag mit einer super netten Familie! Vielen Dank noch mal an dieser Stelle für die Gastfreundschaft! Ihr seid jederzeit auch herzlich willkommen bei uns.

Ansonsten nehmen wir in Helsinki noch an unserer obligatorischen Free Walking Tour teil, um ein paar Dinge zu erfahren, die man im Vorbeigehen sonst nicht erfahren würde.
Und wir fahren mit der öffentlichen „Linien-Fähre“ auf die Festungsinsel Suomenlinna. Genau genommen handelt es sich um fünf Inseln, die in unmittelbarer Nähe zu einander liegen und durch Brücken miteinander verbunden sind. Suomenlinna steht heute auf der Welterbeliste der UNESCO und war in der Vergangenheit (18. bis 20. Jahrhundert) von großer militärischer Bedeutung unter wechselnder Herrschaft. (Schweden, Finnland, Russland) Als wir im August 2016 ankommen, „herrschen“ allerdings ganz andere Verhältnisse: Hunderte (überwiegend, aber nicht ausschließlich jugendliche) Pokémon-Jäger stürmen kreuz und quer über die Inseln. Ausgestattet mit externen Akkus und Handys oder Tablets verfolgen sie die zahlreich vorhandenen, für uns nicht sichtbaren, Tierchen. Unglaublich! So richtig kann man die Umgebung gar nicht genießen, wenn ständig Gruppen mit Handys durch die Gegend rennen.

Unser letzter Tag in Helsinki ist dann ziemlich verregnet. Nach zwei Tagen Sonnenschein ist das aber nicht so schlimm. Wir nutzen einfach unsere ÖPNV Tickets, die immer noch gültig sind und drehen mit der Tramlinie #2 /#3 eine große Runde durch die Stadt. Auch so erhaschen wir noch den einen oder anderen interessanten Blick – und das für lau.