Egeskov, Dänemark

Aabenraa

Unseren ersten Stopp in Dänemark legen wir im Küstenort Aabenraa ein. Dort gibt es wieder direkt im Hafen einen Stellplatz für Wohnmobile.
Leider können wir uns den Ort nicht mehr richtig anschauen, da auf einmal ein sehr heftiges Gewitter einsetzt. So heißt es für uns am ersten Abend in Dänemark, zu Hause zu bleiben. 🙁

Middelfart (war teuer für uns)

Das Wetter verspricht auch in den nächsten Tagen wechselhaft zu bleiben. Deshalb entscheiden wir uns, das Festland (Jütland) mit seinen vielen schönen Stränden auszulassen und die Reise einfach fortzusetzen. Wir werden schon noch zu unserem Strandurlaub kommen …
Wir fahren also über den Kleinen Belt auf die Insel Fünen und stoppen in dem kleinen Städtchen Middelfart. Zentrumsnah finden wir den Kundenparkplatz eines Supermarktes, auf den wir mit dem Womo gut passen. Sicherheitshalber kaufen wir sogar schnell noch eine Flasche Cola, um auch tatsächlich als Kunde zu zählen. 🙂 (Dass uns das dann auch nichts nützen würde, sollten wir erst später erfahren …) Den Spaziergang durch die Stadt und am Hafen entlang schließen wir mit dem Besuch in einer Strandbar ab. Und hier kommen wir erstmals so richtig mit dem dänischen Preisniveau in Berührung. Natürlich wussten wir schon, dass es in Skandinavien teurer wird. Aber wenn man dann zum ersten Mal für ein Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee tatsächlich 12,- EUR zahlen muss, fühlt sich das schon unangenehm an. Wir beschließen spontan, unser Abendessen heute selbst zu kochen.
Leider erwartet uns auf dem Supermarktparkplatz schon die nächste Überraschung. Zum ersten Mal in 8 Monaten haben wir ein Knöllchen am Scheibenwischer hängen. Leider hatten wir uns nicht ausreichend informiert, dass man in Dänemark grundsätzlich mit Parkscheibe parkt. Und da ist es wieder, das Preisniveau: In Dänemark kostet dieses Vergehen gleich mal schlappe 87,- EUR!
Wir haben nun genug Erfahrungen für den zweiten Tag in Dänemark gesammelt und suchen unser Nachtlager auf. In Bogense, an der Nordküste von Fünen, finden wir wieder einen Stellplatz am Hafen.

Egeskovslot

Die Nacht bleibt leider kurz. Neben unserem Wohnmobil lebt eine Möwenfamilie, die pünktlich mit dem Sonnenaufgang – um 4:20 Uhr – lautstark zu „diskutieren“ beginnt … Ja, die schöne Küstenlandschaft hat nicht nur Vorteile. 🙁
So fahren wir etwas unausgeschlafen zu einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten auf der Insel Fünen, dem Wasserschloss Egeskov (Egeskovslot).
Schon alleine der Schlosspark ist einen Besuch wert. Es gibt viele verschiedene Gärten mit unterschiedlichen Themen zu sehen.
Zusätzlich sind in verschiedenen Nebengebäuden auch noch mehrere eindrucksvolle Sammlungen ausgestellt. Beispielsweise eine Oldtimer- und Flugzeugausstellung, eine sehr umfangreiche Motorradausstellung, „Mensch und Mechanik von 1860-1910“ und noch einige mehr. Des Weiteren gibt es noch einen Aktionsbereich mit Baumwipfel-Pfad, Labyrinth und einem Segway Feld.
Der Höhepunkt ist aber natürlich, dass man auch noch das wunderschöne Wasserschloss selbst besichtigen kann. Es ist seit dem 14. Jahrhundert im Familienbesitz und wird aktuell sogar von den Eigentümern bewohnt. Wir können uns trotzdem einige Zimmer im Haus anschauen. Man muss sagen, dass das Schloss Egeskov, mit allem was dazu gehört, eine sehenswerte Anlage ist, in der man den einen oder anderen Tag verbringen kann.

Storebæltsbroen – Großer-Belt-Brücke

Eigentlich wollten wir noch eine weitere Nacht auf Fünen verbringen. Aber da es abends lange hell bleibt und heute kaum Wind zu spüren ist, machen wir uns spontan noch auf den Weg über die Storebæltsbroen, die Brücke über den Großen Belt.
Diese Verbindung wurde 1998 als Alternative zur Fähre für die Überfahrt von Fünen nach Seeland eröffnet. Der Ostteil der Brücke gilt als drittgrößte Hängebrücke der Welt und die Gesamtlänge der Brückenkonstruktion (West- und Ostteil) beträgt ungefähr 13,5 Kilometer.
Solche Strecken fahren sich mit dem Wohnmobil ohne Wind deutlich entspannter …