Porto und der Fluss Douro

Nun sind wir endlich in Porto angekommen, das auch die heimliche Hauptstadt Portugals genannt wird. Man sagt, hier wird das Geld verdient, das in Lissabon ausgegeben wird.

In Porto direkt finden wir leider keinen Campingplatz, deshalb nehmen wir den PARQUE ORBITUR CANIDELO, einen der vier Plätze in Vila Nova de Gaia, der Stadt direkt gegenüber von Porto am anderen Ufer des Douro. Von hier aus können wir gemütlich mit dem Bus direkt bis in die Innenstadt fahren und haben auch noch gleich das Meer auf der anderen Straßenseite.

Eigentlich wollten wir keine Bustour mit den bekannten „roten“ oder „gelben“ Bussen machen. Aber unser Platznachbar aus Belgien hatte die Hälfte eines 48h Tickets übrig und hat es uns netterweise geschenkt. Da sagen wir dann doch nicht Nein.
Als Erstes nehmen wir uns eine der Hauptattraktionen vor. Die Brücke des Dom Luís I., welche man gut zu Fuß überqueren kann, um dann den tollen Blick auf Porto zu genießen. Im Anschluss machen wir dann außerplanmäßig die Fahrt mit dem „Gelben Bus“. Kostet ja heute mal nichts.
Wir nutzen die Hop-on-Hop-off-Möglichkeit gar nicht aus, da wir ja noch eine Walking-Tour machen wollen und lassen uns einfach mal an allen Sehenswürdigkeiten vorbeifahren. So bekommen wir schon ein wenig Orientierung und hören auch noch etwas über die Geschichte Portos und über die verschiedenen Sehenswürdigkeiten.

Wie auch schon in Lissabon wollen wir wieder an einer „Free Walking Tour“ teilnehmen. Die Chill-Out Tour aus Lissabon gibt es hier leider nicht, dafür aber wieder die „Pancho Tour“, mit denen wir auch schon in Cadiz gute Erfahrungen gemacht haben.
Hier gibt es sogar eine langschläferfreundliche Tour, die erst um 11.30 Uhr startet! Bisher mussten wir immer um 9.00 Uhr oder 10.00 Uhr los, was schon verdammt früh ist, wenn man noch 60 Min. anreisen muss. Der Rundgang ist diesmal etwas mehr auf die Hauptattraktionen ausgelegt, aber trotzdem wieder lohnenswert. Das Konzept gefällt uns immer besser. Wir werden dies sicher auch in den nächsten Städten wieder nutzen.
Die Tour dauert erneut knapp 3 Stunden und endet an der wunderschönen Ribeira, der Promenade am Ufer des Douro. Wir machen uns danach auf den Weg nach Gaia auf der anderen Flussseite, um uns ein ordentliches Mittagessen zu gönnen, da es danach zur Portweinprobe gehen soll.

Axel traut sich heute an das landestypische Gericht „Francesinha“. Dies ist ein Sandwich, dass aus Porto stammt und aus Toastbrot, Schinken, Linguica, Beefsteak oder gebratenem Rindfleisch besteht. Dies wird mit geschmolzenem Käse, sowie einer heißen, dickflüssigen Soße aus Tomaten, Bier und Senf übergossen.
Gut gestärkt geht es dann zu unserer Portweinprobe.

Der Portwein stammt übrigens gar nicht direkt aus Porto, sondern aus Vila Nova de Gaia. Dort sind zahlreiche Portweinkeller angesiedelt und man hat die Qual der Wahl. Wir entscheiden uns für das älteste noch aktive Unternehmen, Croft Port.
Hier bekommen wir für je 5,- EUR eine 20-minütige Führung, in der uns in Grundzügen erklärt wird, wie verschiedene Portwein-Sorten hergestellt werden. Und können auch gleich noch drei Sorten verkosten. Uns persönlich hat der Tawny am besten geschmeckt; den kann man sicher zu dem einen oder anderen Anlass mal wieder trinken.