Vimmerby, Schweden (Tag 244 – 19.669 km)

Vimmerby, Schweden

Den nächsten Halt legen wir in Vimmerby ein. Dieser kleine Ort verdankt seine Bekanntheit der bekanntesten schwedischen Schriftstellerin Astrid Lindgren. Sie wurde in Vimmerby geboren und verbrachte dort ihre Jugend.

Astrid Lindgrens Näs

Das Elternhaus von Astrid Lindgren steht noch immer und kann im Rahmen von Führungen besichtigt werden. Auf dem Gelände des ehemaligen Pfarrhofs, auf dessen Gelände das Haus steht, wurde ein Museum errichtet. Die Ausstellung und der Audio-Guide führen den Besucher durch das Leben und Wirken der Schriftstellerin. Und im Außenbereich erklären zahlreiche Informationstafeln an Originalschauplätzen, wie prägend ihre Kindheit für ihr späteres Werk war.

Astrid Lindgren Värld

Wesentlich mehr Besucher als das Elternhaus zieht jedoch der Freizeitpark Astrid Lindgren Värld an. (www.alv.se) Hier kommen natürlich insbesondere die kleinen Gäste auf ihre Kosten. (Wir waren wahrscheinlich die einzigen Besucher ohne eigene Kinder oder Enkelkinder …) Aber auch für erwachsene Kinder ist der Besuch der verschiedenen Themenwelten sehr schön. Viele Erinnerungen an die eine oder andere Kindergeschichte werden geweckt und man erkennt viele Gebäude und Szenen wieder. Wo trifft man sonst schon mal Ronja Räubertochter, Pippi Langstrumpf und den Michel aus Lönneberga persönlich? Letzterer heißt übrigens in Wirklichkeit Emil aus Lönneberga. Er wurde nur in Deutschland umbenannt, damit er nicht mit Emil und die Detektive verwechselt wird.

Lowrider Vimmerby

Kleine Randnotiz: In Vimmerby müssen wir erstmals auf unserer Reise mitten in der Nacht unseren Parkplatz wechseln. Wir konnten aber auch nicht ahnen, dass der Parkplatz des Gymnasiums auch Treffpunkt der lokalen Lowrider Szene sein könnte. Hier versammelte sich eine Gruppe junger Frauen(!) mit tiefen/breiten/lauten Fahrzeugen, um wahlweise Donuts zu fahren oder Straßenrennen zu starten oder Straßenrennen zu beenden. Während eine Bassbox auf Rädern noch versucht, den Lärm der Autos zu übertönen …
Da es nach Mitternacht nicht ruhiger, sondern eher „lebhafter“ wurde, entschließen wir uns, wieder aufzustehen … und umzuziehen.